Religion

Gynmasium Neu Wulmstorf
Religionsunterricht
Gynmasium Neu Wulmstorf

BEITRAG DES FACHES ZUR
GYMNASIALEN BILDUNG (5. - 10. Jg.)

„Im Rahmen seines Bildungsauftrags erschließt der Religionsunterricht die religiöse Dimension des Lebens und damit einen spezifischen Modus der Weltbegegnung, der als integraler Teil allgemeiner Bildung zu verstehen ist.

Leitziel des Evangelischen Religionsunterrichts ist eine differenzierte religiöse Bildung. Im Mittelpunkt des Religionsunterrichts stehen daher Fragen von existenziellem Gewicht, die über den eigenen Lebensentwurf, die je eigene Deutung der Wirklichkeit und die individuellen Handlungsoptionen entscheiden.

 

Grundfragen und der Pluralität der religiösen Antworten

Diesen Grundfragen und der Pluralität der religiösen Antworten in unserer Gesellschaft stellt sich der Religionsunterricht in der Schule. Aus Sicht der evangelischen Kirche erprobt der Religionsunterricht unter den unterrichtlichen Voraussetzungen der Schule als ein Angebot an alle die Sprach-, Toleranz- und Dialogfähigkeit christlichen Glaubens in der Gesellschaft.
Er eröffnet damit einen eigenen Horizont des Weltverstehens, der für den individuellen Prozess der Identitätsbildung und für die Verständigung über gesellschaftliche Grundorientierungen unverzichtbar ist. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich im Unterricht Wissen, Fähigkeiten, Einstellungenund Haltungen an, die für einen sachgemäßen Umgangmit sich selbst, mit dem christlichen Glaubenund mit anderen Religionen und Weltanschauungen notwendig sind.

 

Religiöse Dimension des Lebens

Der Evangelische Religionsunterricht erschließt die religiöse Dimension des Lebens in der besonderen Perspektive, die auf die konkrete Gestalt, Praxis und Begründung des christlichen Glaubens in seiner evangelischen Ausprägung bezogen ist. Er ist durch ein Verständnis des Menschen und seiner Wirklichkeit geprägt, das in der biblisch bezeugten Geschichte Gottes mit den Menschen gründet.

Für dieses Verständnis ist eine Grunderfahrung konstitutiv, die in reformatorischer Tradition als Rechtfertigung allein durch den Glauben zu beschreiben ist. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch den Grund, den Sinn und das Ziel seiner Existenz allein Gott verdankt. Gottes unbedingte Annahme enthebt den Menschen des Zwangs zur Selbstrechtfertigung und Selbstbehauptung seines Lebens. Sie stellt ihn in die Freiheit und befähigt zu einem Leben in Verantwortung. [...]

Evangelischer Religionsunterricht unterstützt durch seine konfessionelle Bestimmtheit die Identitätsbildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und fördert in einem wechselseitigen Prozess gleichzeitig die Fähigkeit zum Dialog mit anderen religiösen und weltanschaulichen Positionen. In diesem Spannungsfeld zielt der Evangelische Religionsunterricht auf eine religiöse Bildung der Schülerinnen und Schüler, die sich in allen Bereichen des gesellschaftlichen, sozialen und persönlichen Lebens auswirkt und eine unverzichtbare Dimension humaner Bildung darstellt.

Diese religiöse Bildung wird im Evangelischen Religionsunterricht durch vielfältige Lernprozesse gefördert:

  • Das dialogische Prinzip des Evangelischen Religionsunterrichts zielt darauf, eigene Überzeugungen im kommunikativen Austausch mit anderen zu gewinnen.
    Damit fördert der Unterricht soziales Lernen.
  • Das Phänomen Religion wird in seinen vielfältigen Erscheinungsformen und Facetten thematisiert.
    Durch einen offenen Dialog trägt das Fach zu einer differenzierten Urteilsfähigkeit und zu einer kritischen Toleranz gegenüber den Wahrheitsansprüchen der Religionen bei. Es unterstützt so interkulturelles und interreligiöses Lernen.
  • Im Dialog mit biblischen Grundlagen und den Traditionen des christlichen Glaubens einerseits und mit pluralen religiösen Lebensentwürfen und Weltdeutungen andererseits gewinnen Schülerinnen und Schüler Perspektiven für ihr eigenes Leben und die Orientierung in der Welt.
  • Die Kultur, in der wir leben, verdankt sich in vielen Hinsichten christlich begründeten Überzeugungen. Daher werden im Religionsunterricht zentrale Gehalte und Elementechristlicher Tradition im kulturellen Gedächtnis in Erinnerung gerufen, aufgedeckt und geklärt.
  • Wie in keinem anderen Fach können die Schüler und Schülerinnen hier über die Frage nach Gott nachdenken und deren Bedeutung für Grundfragen des menschlichen Lebens ausloten. In der Begegnung und der Auseinandersetzung mit dem Evangelium von der Menschlichkeit Gottes werden Grundstrukturen des christlichen Menschen- und Weltverständnisses aufgezeigt.
  • Das Fach bietet die Möglichkeit, an außerschulischen Lernorten Ausdrucksformen christlichen Glaubens und Lebens kennen zu lernen und damit einen eigenen Erfahrungshorizont für die unterrichtliche Arbeit zu gewinnen. Es eröffnet damit einen Raum, in dem Schülerinnen und Schüler die Tragfähigkeit des christlichen Glaubens erproben können.
  • Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ethischen Herausforderungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auseinander und lernen das evangelische Verständnis eines freien und verantwortlichen Handelns im Alltag der Welt kennen. Dabei begegnen sie einem Ethos der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit.
  • Die Einübung elementarer Formen theologischen Denkens und Argumentierens ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, am gesellschaftlichen Diskurs über Glauben und Leben argumentativ und sachkundig teilzunehmen.

 

BEITRAG DES FACHES ZUR
GYMNASIALEN BILDUNG (11. – 13. Jg.)

 „Das Fach Evangelische Religion [...] ist eingebunden in den Fächerkanon [...] und leistet einen fachbezogenen und fachübergreifenden Beitrag zu den grundlegenden Zielen der gymnasialen Oberstufe.“ (KMK)

Das Fach vermittelt eine vertiefte Allgemeinbildung, allgemeine Studierfähigkeit sowie wissenschaftspropädeutische Bildung.

Er führt exemplarisch in wissenschaftliche Fragestellungen, Kategorien und Methoden ein und ermöglicht so die Beherrschung eines fachlichen Grundlagenwissens, von Arbeitsweisen zur systematischen Beschaffung, Strukturierung und Nutzung von Informationen und Materialien sowie von Lernstrategien, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie Team und Kommunikationsfähigkeit unterstützen.

Zugleich trägt der Unterricht in erzieherischer Hinsicht zur Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung, zur Gestaltungsfähigkeit im Blick auf das eigene Leben in sozialer Verantwortung und zur Fähigkeit bei, in der demokratischen Gesellschaft mitzuwirken.

Der Religionsunterricht partizipiert an der Doppelstruktur von Bildung und Erziehung in der Oberstufe.

Der Unterricht in Religionslehre stellt die Grundlage der Lehre der jeweiligen Religionsgemeinschaft dar; er soll Einsichten in Sinn und Wertfragen des Lebensvermitteln, die Auseinandersetzung mit Ideologien, Weltanschauungenund Religionenermöglichen und zu verantwortlichem Handelninder Gesellschaft motivieren. m Rahmen seines Bildungsauftrags erschließt der Religionsunterricht die religiöse Dimension des Lebens und damit einen spezifischen Modus der Weltbegegnung, der alsintegraler Teil allgemeiner Bildungzu verstehen ist.
Leitziel des Evangelischen Religionsunterrichts in der Oberstufe ist eine differenzierte religiöse Bildung. Im Mittelpunkt des Religionsunterrichts stehen daher Fragen von existenziellem Gewicht, die über den eigenen Lebensentwurf, die je eigene Deutung der Wirklichkeit und die individuellen Handlungsoptionen entscheiden.

 

WETTBEWERBE

Den Schülerinnen und Schülern am Gymnasium Neu Wulmstorf stehen im Rahmen des Religionsunterrichts folgende Teilnahmemöglichkeiten an Wettbewerben offen:

  • Der Landeswettbewerb Evangelische Religion 2019/20 um den Preis der Evangelischen Landeskirchen Niedersachsens (Teilnahme ab Klasse 10 möglich)
  • Außerdem sind zu bestimmten Anlässen (wie zum Reformationsjubiläum) oder in anderen Fächern (wie zum Beispiel Kunst) immer wieder Wettbewerbsteilnahmen möglich, die religiöse Themen aufgreifen. Eine aktuelle Auskunft erteilen auf Anfrage die Religionslehrer/innen Ihrer Kinder.

 

ANSPRECHPARTNER

Herr Korosik

VERANSTALTUNGEN

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