BERICHT: Klassenreise der 8/1 nach Köln
BERICHT: Klassenreise der 8/1 nach Köln
Digitales Fasten in Köln
Die Klasse 8/1 auf Reisen – 4 Tage und 3 Nächte ohne Handy
„Kann das gehen?“ – „Wie wollen Sie das denn durchsetzen?“ – „Na, viel Spaß bei der Diskussion mit den Kids!“ … Und dann kam sie, diese Diskussion: „Wie sollen wir denn ohne Maps etwas zu essen finden in der Stadt?“, „Ich muss aber unbedingt meine Eltern anrufen.“, „Also Frau R., Sie können doch nicht wirklich…!“
„Und ob! Und ihr auch!“
Entzugserscheinungen?
Keine.
Und damit fing die Reise an: redend, lachend, UNO spielend in der Bahn. (Die Verspätungen? Geschenkt!) Montagmittag sind wir dann gut gelaunt in Köln gelandet, haben in der Jugendherberge die Zimmer bezogen (davon einige mit exklusivem Blick auf den Rhein) und sind anschließend direkt zum Kölner Wahrzeichen. Den Dom haben wir via Rallye entdeckt und natürlich die unfassbare Gotik bewundert.
Aber ja, es war kalt. Kalt und grau. Hier ein Haiku von Claas:
Es war schön doch kalt
In den Straßen angefüllt
Beim Dom prächtig, alt
Das Olympia-Sportmuseum am nächsten Tag gehörte für viele zu den Highlights: Sportgeschichte zum Anfassen und wirklich richtig gut erzählt. Dabei sehr viele Stationen, die zum Ausprobieren einladen. Torwandschießen, Weitsprung, Gewichte heben (oder es versuchen) und zum Abschluss noch ein kleines Fußballmatch auf dem Dach. Das Foto zeigt Sathvik kurz vor dem Abheben!

Und dann? Orientierungstraining: Stadtrallye ohne Handy. Toll vorbereitet vom örtlichen Schulfahrtenservice, dem ich an dieser Stelle für seine ausgesprochene Nettigkeit ein kleines Denkmal setzen möchte. Allerdings war die Rallye am Ende doch so schwer und die Orientierung ohne Handy… - naja, die beste Gruppe hat dann 13 von 26 Punkten erreicht.
Was wären diese Schilderungen ohne die Freiheit, die so eine Klassenreise bedeutet. In Gruppen allein durch die Stadt: Das war für viele eine der besten Erfahrungen. Auch das Gespräch mit Kölner*innen und Tourist*innen.
Und was kann diese Stadt übrigens stolz sein auf sein Ludwig-Museum! Eine unfassbare, in jeder Hinsicht wertvolle Sammlung moderner Kunst. Aber an dieser Stelle driften Erwachsenen- und Kinderbewertung seehr auseinander. Wie schön, wenn man einen Kollegen wie Herrn S. dabei hat, mit dem man auf so eine selbstverständliche und zugewandte Weise mal eben Picasso entdecken kann. Auch das ELDE-Haus war für die meisten 13-Jährigen nicht sofort „zugänglich“. Die NS-Dokumentation im ehemaligen Gestapogebäude war eine Zumutung. Und auch das in jeder Hinsicht. Ein bewegender Ort. Die 8/1 wird sich mit der Thematik auch im nächsten Halbjahr beschäftigen.
Etwas zu essen gefunden haben am Ende übrigens alle. Das Abendessen in der Jugendherberge war sogar so gut (und gesund), dass regelmäßig Nachschlag verlangt wurde. Und mit am besten war sowieso das Sich-gegenseitig-heimlich-auf-den-Zimmern-besuchen, gute Gespräche, neue Freund*innen?, lautes Lachen. Wirklich toll der von allen Schüler*innen selbst gestaltete bunte Abend. Und zum Abschluss ging es am Donnerstagmorgen dann noch einmal hoch auf das graue gotische Monstrum, 533 Stufen, die ALLE geschafft haben. Was für eine mega Erfahrung – ganz ohne Handy.
































