Tansania – Situation im Juni 2020

Tansania - Situation im Juni 2020

Auch an unserer Partnerschule, der Kishoju High School in Muleba, wurde der Unterricht unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen bzw. Hygienemaßnahmen wieder aufgenommen (s Fotos).

Was die Lage im Land an sich betrifft, wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um das Virus einzudämmen. So müssen unter anderem alle Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen Waschgelegenheiten vorhalten; es wurden Gesundheitszentren eingerichtet und große Zusammenkünfte wie Hochzeitsfeiern verboten.

Der tansanische Regierungschef Jon Magufuli gerät indes zusehends in die Kritik, weil er die Gefahr durch die Corona-Pandemie herunterspielt. Er lässt beispielsweise Gottesdienste weiter stattfinden, weil das Virus im Leib Christ keinen Bestand haben könne und verbrennen würde. Einem ZDF-Bericht zufolge behauptet er, dass Coronatests bei einer Papaya und einer Ziege positiv gewesen seien. Man habe bei dem Tier und der Frucht Proben entnommen, menschliche Namen auf die Probe geschrieben und sie in ein Labor geschickt. Nach der positiven Testung habe der Präsident provokant gefragt, ob nun alle Papayas in Isolation müssten, und vorgeschlagen, gegen das Virus zu beten und Dampf einzuatmen. Auch habe er angekündigt, ein angebliches Heilmittel aus Madagaskar zu kaufen. Gemäß der WHO gebe es jedoch keine Studien, die die Wirksamkeit des Stoffes gegen Covid-19 belegen.

Bleibt zu hoffen, dass die anderen Maßnahmen wirkungsvoll sind und das Land von einem größeren Ausbruch der Pandemie verschont bleibt!(Quellen: Tansania Information April 2020, https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-papaya-ziege-tansania-test-100.html)

O.Wrede

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