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BERICHT: Polenaustausch 2026

BERICHT: Polenaustausch 2026

„Brücken der Geschichte“: Begegnungen, Erinnern und neue Freundschaften in Polen

Im Rahmen des deutsch-polnischen Schüleraustauschs zwischen dem Gymnasium Neu Wulmstorf und der Partnerschule aus Łomża (Woiwodschaft Podlachien) fand vom 13. bis 21. Juni 2026 der Besuch der deutschen Gruppe in Warschau und Łomża statt.

Organisiert wurde der Austausch von Iwona Czaplicka und Ewa Korytkowska und zusätzlich begleitet von Michał Polkowski auf polnischer Seite sowie auf deutscher Seite organisiert und begleitet von Frank Schmekel, Jan Kleinichen, Eike Thomsen und Kira Feiling.

Eine Woche voller Begegnungen, gemeinsamer Erinnerungsarbeit und neuer Erfahrungen erlebten 20 Schüler:innen unserer Schule beim Austauschprojekt „Brücken der Geschichte“ in Polen. Gemeinsam mit 20 Jugendlichen aus Łomża beschäftigten sie sich mit der deutsch-polnischen Geschichte und lernten zugleich das Leben ihrer Gastgeber:innen kennen.

Während ihres Aufenthalts in Łomża lebten die deutschen Schüler:innen in Gastfamilien. Dadurch entstanden zahlreiche persönliche Begegnungen und Einblicke in den polnischen Alltag. Gemeinsame Ausflüge, Workshops und Freizeitaktivitäten stärkten die Freundschaften zwischen den Jugendlichen beider Länder.

Nach der Ankunft in Warschau erkundete die Gruppe die Altstadt der polnischen Hauptstadt, bevor die Projektarbeit begann. Auf dem Programm standen Besuche historischer Lernorte, darunter das Museum der Familie Pilecki, die Stadt Tykocin mit ihrer bewegenden jüdischen Geschichte sowie die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Treblinka. An vielen Orten wurde deutlich, wie wichtig das Erinnern an die Opfer von Krieg, Verfolgung und Gewalt auch heute noch ist.

Darüber hinaus setzten sich die Jugendlichen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander und reflektierten, wie die schwierige deutsch-polnische Geschichte bis in die Gegenwart hinein nachwirkt.

Den Höhepunkt des Projekts bildete die Abschlussausstellung in der Partnerschule in Łomża. In deutsch-polnischen Teams erstellten die Schüler:innen Audioguides und gestalteten Ausstellungstafeln zu den Themen Witold Pilecki, Jadwiga Ankiewicz, Treblinka sowie Tykocin.

Ein besonderer Dank gilt dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), dessen Unterstützung die Durchführung des Projekts erst ermöglicht hat. Das Projekt stand zudem unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Stadt Łomża. Ein besonderer

Dank gilt außerdem allen Familien, die eine Gastschülerin oder einen Gastschüler bei sich aufgenommen und so zum Gelingen des Austauschs beigetragen haben. Der Austausch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Geschichte für das gegenseitige Verständnis in Europa ist. Gleichzeitig entstanden zahlreiche neue Freundschaften, die die Brücken zwischen Deutschland und Polen auch über das Projekt hinaus weitertragen werden.

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