Erfolg bei „Jugend forscht 2021“

Erfolg bei "Jugend forscht 2021"

Lisa-Marie Rajewski aus dem 13. Jahrgang des Gymnasiums Neu Wulmstorf hat bei Jugend forscht mit ihrer Arbeit zur Atemgasanalyse beim Regionalwettbewerb den zweiten Platz im Bereich Chemie belegt. Der Regionalwettbewerb fand am 18.02.2021 in Lüneburg statt (aufgrund der momentanen Pandemie Lage natürlich ausschließlich online). In Videokonferenzen präsentierten alle Jungforscher ihre Arbeiten und standen entsprechenden Fachjurys Rede und Antwort. Die Preisverleihung erfolgte (ebenfalls online) dann am 19.02.2021. Wir gratulieren Lisa-Marie zu diesem großen Erfolg. Lisa-Marie hat mit ihrem Projekt echte Forschungsarbeit geleistet. Nach Aussage der Wettbewerbsleitung Jugend forscht Lüneburg Frau Dr. Andrea Schroedter ist die Teilnahme an Deutschlands bekanntesten MINT - Wettbewerb für den weiteren Werdegang von großer Bedeutung und gilt als Türöffner für Stipendien und bei Bewerbungen. Das Forschungsprojekt begann mit einer Facharbeit im Jahr 2020. Hier durfte Lisa-Marie bereits nach einer kurzen Unterweisung Labor und Geräte der Zukunftswerkstatt frei nutzen. Möglich wurde dies durch die Kooperation des Gymnasiums Neu Wulmstorf mit der Zukunftswerkstatt Buchholz. Seit Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Sommer 2019 stehen den Schülerinnen und Schülern unserer Schule die Türen der Zukunftswerkstatt Buchholz mit ihrem Labor, den Geräten und dem Fachpersonal zur Nutzung weit offen.

Doch lassen wir Lisa-Marie Ihr Projekt selber erläutern:

„In dem Projekt ging es um die Entwicklung von Messverfahren für medizinische Anwendungen mit einem neuartigen, kleinen Gaschromatographen, der sehr nachweisstark ist und Ergebnisse, im ppb Bereich, innerhalb von 30 s liefert. Damit konnten online die Atemgase, die bei bestimmten metabolischen Prozessen im Körper entstehen wie Aceton und Isopren, beim Ausatmen zu erfasst werden. Um ein reproduzierbares Verfahren für die Atemgasanalyse zu entwickeln, führte ich die Kalibrierung des Gerätes durch und optimierte die online Probenahme. Zudem formulierte ich auf Grundlage einer ausgiebigen Recherche eine Vermutung über die Vorgänge im Körper. Um diese zu bestätigen oder zu widerlegen führte ich Experimente mit Einzel- oder Gruppenversuchsreihen durch. Es ergab sich ein Zusammenhang zwischen der Acetonkonzentration im Atem und der Glucosekonzentration im Blut nach einer Zuckeraufnahme. Daraus könnte die Diagnose von Diabetes abgeleitet werden. Im Belastungstest durch Kniebeugen ließ sich die Veränderung der Isopren-und Acetonkonzentration im Atem messen. Für die Isoprenkonzentration ergaben sich, mit zunehmender Belastung, charakteristische Verläufe und es konnten Aussagen über die Körperfunktion getroffen werden. Diese Ergebnisse zeigten, dass die Anwendung des Gaschromatographen im medizinischen Bereich als Diagnoseinstrument denkbar ist.“

Betreut bei Ihrem Projekt wurde Lisa-Marie von Herrn Schröder-Schroedter (Gymnasium Neu Wulmstorf) sowie von Herrn Prof. Dr. Gerhard Matz (Zukunftswerkstatt Buchholz). Dabei gebührt Prof. Dr. Gerhard Matz für sein Engagement in Sachen Betreuung besonderen Dank.J

 

J. Schröder-Schroedter

(Ansprechpartner für die Zukunftswerkstatt Buchholz am Gymnasium Neu Wulmstorf)